Schwing

VOM HANDWERKSBETRIEB ZUM WELTWEIT FÜHRENDEN SYSTEMHAUS.

1934 gründete der damals 25-jährige Schlossermeister Friedrich Wilhelm Schwing im Herzen des Ruhrgebiets seinen Handwerksbetrieb. Schnell fanden seine Produkte Abnehmer im Berg- und Straßenbau sowie in der Bauindustrie. Dabei galt seine Leidenschaft von Anfang an der Entwicklung und Herstellung von Betonbaumaschinen – dem heutigen Kernbereich des Unternehmens.

Friedrich Wilhelm Schwing war stets auf der Suche nach innovativen und fortschrittlichen Produkten, die die Arbeit des Anwenders erleichterten und sie gleichzeitig effizienter und wirtschaftlicher machte. Viele seiner Entwicklungen und Patente waren dabei Pionierleistungen, die der Zeit voraus waren. So konstruierte SCHWING in den frühen Jahren auch Krane – darunter unzerlegt transportierbare Turmdrehkrane und Universal-Kletterkrane, die sich jeweils auf der zweitobersten, bereits abgebundenen Etagendecke abstützten und so analog zum Baufortschritt mitwachsen konnten.

Anfang der 50er Jahre eroberte der Beton unaufhaltsam die Baustellen. Die diskontinuierliche Betonförderung mit Kran und Krankübel ließ den Ruf nach stetiger Betonförderung lauter werden. Es folgte eine Zeit der Erprobung unterschiedlicher Verfahren – darunter der in den frühen 1950er Jahren entwickelter, pneumatischer SCHWING-Betonförderer. Während andere Hersteller noch an wasserhydraulischen Antrieben festhielten, präsentierte SCHWING im Jahre 1957 die erste serienreife ölhydraulische Zweizylinder-Betonpumpe. Damit hat das Unternehmen, wie man heute weiß, Baumaschinengeschichte geschrieben. Wie revolutionär diese technologische Pionierleistung war, erkennt man nicht zuletzt daran, dass dieses Konstruktionsprinzip – welches von nahezu allen Herstellern übernommen wurde – auch heute noch den weltweiten Standard darstellt.

Zeitlich nahezu parallel entstand aus einer Schmiede in Memmingen die Firma Stetter, die sich schon früh auf Betonmischgeräte spezialisierte. 1958 startete Stetter mit dem ersten Fahrmischer die Ära des Transportbetons. Zwei Jahre später erschienen Füllstationen für Fahrmischer, und bereits 1964 baute das Unternehmen schon große Betonmischanlagen. SCHWING brachte 1965 die erste mobile Autobetonpumpe auf den Markt, die nur 3 Jahre später mit einem Verteilermast ergänzt wurde. Das war ein weiterer Meilenstein in der Baumaschinengeschichte.

Wie rasant die Entwicklung nun voran ging zeigt sich daran, dass SCHWING bereits 1973 Autobetonpumpen mit einem 45-m-Großverteilermast baute. Damit war SCHWING abermals der Zeit voraus. Im gleichen Jahr nahm der neu geschaffene Produktbereich „Industrie- und Umwelttechnik“ den Betrieb auf: Es begann die Serienproduktion von speziell für den Industrieeinsatz entwickelten Dickstoffpumpen, ein Bereich, in dem SCHWING auch heute zu einem der führenden Spezialisten im Weltmarkt gehört. Auch Stetter wurde im Bereich Umwelttechnik aktiv und brachte 1976 die erste Restbeton-Recyclinganlage auf den Markt.

Nachdem 1980 ein Generationswechsel in der Unternehmensführung der SCHWING GmbH erfolgte, wurde zwei Jahre später die Stetter GmbH übernommen – die Geburtsstunde des Systemhauses für Betonbaumaschinen. Seither wird die gesamte Produktpalette von der Betonherstellung über Transport und Einbringung bis zum Restbeton-Recycling komplett aus einer Hand angeboten. Mit mittlerweile über 100 Tochtergesellschaften und Vertretungen sowie eigenen Produktionsstandorten rund um den Globus hat sich SCHWING-Stetter so zum weltweit führenden Komplettanbieter entwickelt.

Meilensteine