Schwing

Neues Stadion

SCHWING Autobetonpumpen permanent im Einsatz beim Neubau des Stadions für den „Super Bowl 50“ in Kalifornien

Der Startschuss ist gefallen für das neue, im Bau befindliche Levi’s® Stadion in Santa Clara, Kalifornien. Nach dem Spatenstich im April 2012 erhielt das neue Zuhause der San Francisco 49ers den Zuschlag für die Austragung des “Super Bowl” in 2016, dem 50. Jahrestag des größten aller Spiele der National Football League. Obwohl mehr als vier Jahre ausreichend Zeit für den Bau des 1,2 Milliarden Dollar teuren Stadions zu sein scheinen, schreibt die National Football League vor, dass jedes Stadion, das den Zuschlag für die Austragung des Super Bowl Endspiels erhält, mindestens zwei Jahre in Betrieb gewesen sein muss, bevor es Gastgeber für das größte aller Football-Spiele sein darf. Das Konstruktions- und Bau-Team der Firmen Turner Construction and Devcon Construction (ARGE  Turner/Devcon), Santa Clara, wählte das ACPA-Mitglied CONCO aus Concord, Kalifornien aus, das anspruchsvolle Projekt mit ihrer Betonpumpenflotte baulich zu begleiten.

Wegen des für die Eröffnung im August 2014 erforderlichen, superschnellen Baufortschritts wurden die Bauarbeiten in vier getrennte Projekt aufgeteilt: die beiden Mittelfeld-Abschnitte und die beiden Endabschnitte, im Gegensatz zur traditionellen Methode des Stadionbaus im Stile einer “Geburtstagstorte”, wobei jeweils ein einziger umlaufender Abschnitt zur selben Zeit erstellt wird. Diese vier Projekte werden jedoch zur gleichen Zeit erstellt. Bevor das Stadion jedoch gebaut werden konnte, mussten zunächst die Fundamente für alle vier Abschnitte betoniert werden. “Wir mussten ca. 45.500 m³ Abraum beseitigen, 13.700 m³ Beton einbringen und bewehren, ca. 800 m Umfassungs­mauer hinterfüllen und erstellen, und das alles in 40 Kalendertagen”, sagte Dan Fink, der CONCO-Projektleiter.

“Wir haben quasi Tag und Nacht gearbeitet,” erläuterte Vince Montelongo, der Bauleiter von CONCO. “Die Mannschaften haben um 5 Uhr morgens angefangen und um 1 Uhr nachts mit den Reinigungs­arbeiten aufgehört.” Die Projektvorgaben hatten die Messlatte für die Schwierigkeiten bei der größten, in den Vereinigten Staaten im Bau befindlichen Stahlkonstruktion extrem hoch gelegt. “Dreiundzwanzig LKW-Ladungen Anker waren für das Fundament erforderlich,” sagte Fink, “wobei die Einbautoleranz nicht mehr als 3 Millimeter betrug.” Zur Gewährleistung des korrekten Setzens der Anker waren fünf Vermessungstrupps gleichzeitig im Einsatz.

Die Erstellung des Fundaments erforderte das kontinuierliche Pumpen des Betons. “Der Großteil der Pumparbeiten wurde von unserer SCHWING S 58 SX geleistet,” so Gary Brandt, der CONCO-Pump-Manager und stellvertretender Marketing-Leiter für das Gebiet um die Bucht von San Francisco. “Während des gesamten Projekts haben wir ebenfalls unsere SCHWING Pumpen KVM 52 und S 47 SX eingesetzt.” Der Verteilermast der SCHWING S 58 SX mit Überkopf-Rollfaltung und einer Reichhöhe von 57,3 m bot die größtmögliche Arbeitsbereichsabdeckung von einer einzigen Aufstellposition aus. Dennoch war die schnelle Umsetzung zu anderen Aufstellorten der größte Trumpf. “Es gab ja nicht viele große Fundament-Abschnitte zu betonieren, sondern eher viele kleinere. „Unsere typische Tagespump­leistung lag bei ca. 380 m³ ,“ stellte Fink fest, “wobei der größte Teil des Betons aus einer Standardmischung mit einer Festigkeit von 30 MPa und einer Mischung für Schubverbindungen mit einer Festigkeit von 55 MPa bestand.”

Die SCHWING Autobetonpumpe S 58 SX ist mit dem Super-X-Abstützsystem ausgestattet, das sich auf der engen Baustelle besonders gut bewährte. “Bei vier gleichzeitig ablaufenden Projekten ist eine Baustelle ein wahrlich geschäftiger Ort,” sagte Brandt, “Die Pumpenaufstellorte befinden sich sowohl außerhalb als auch innerhalb des Bauwerks, so dass die geringe vordere Abstützbreite von 8,90 m und die Fähigkeit der Maschine, die gebogenen Abstützungen um andere Geräte und Hindernisse herum auszufahren, eine wirklich große Hilfe sind.” Die gleichmäßige Betonförderung für Präzisionsbetonagen wurde unterstützt durch die vollhydraulische SCHWING 2525H-6 Doppelzylinder-Betonpumpe mit variabler Förderleistung von bis zu 164 m³ pro Stunde bei nur 22 Hüben pro Minute. “Ebenso wissen wir die Energie-Effizienz der SCHWING – Pumpen zu schätzen,” sagte Brand.

“Angefangen bei den Maschinen bis hin zum Personal ist alles bei diesem Projekt erste Sahne,” so Fink, “Wir haben die Leute hier nach ihrer Einstellung und Bereitschaft im Hinblick auf lange Arbeitszeiten ausgewählt, weil ein Scheitern von vornherein ausgeschlossen werden musste.” Eine andere Sache, die die Produktionsziele schwieriger zu erreichen machte, ist die Arbeitszeitbegren­zung auf 12 Stunden, die in Kalifornien aus Sicherheitsgründen für Betonmischerfahrer und Pumpenbediener vorgeschrieben ist. “Manchmal läuft das Zeitlimit für den Mischerfahrer ab, während er auf der Baustelle ist. Er müßte dann mit einem Ersatzfahrer nach Hause gebracht werden,” sagte Fink, “Bei den Pumpenbedienern teilen sich mehrere Maschinisten eine Maschine, wobei ein Bediener einen Betoniereinsatz beendet und ein anderer die Pumpe ungereinigt übernehmen und einen weiteren Einsatz fahren muss. An manchen Tagen lief die Pumpe dann in dieser Weise ständig während fast 24 Stunden durch.” Die Pumpenwartung erfolgt auf der Baustelle und “es hat nur sehr wenig Probleme gegeben,” wie Brandt sagte. “Diese SCHWING Pumpen sind echte Arbeitspferde.”

Bei der kurzen Zeit für die Fertigstellung des Fundaments und nicht viel Vorbereitungszeit hat die CONCO – Mannschaft den Termin für die Phase 1 eingehalten. “Wir haben fast 24 Stunden pro Tag gearbeitet, wie wir nur konnten und keiner hat gemeckert,” sagte Fink. “Ich glaube nicht, dass es irgendein anderes Team hätte besser machen können.” Diese Meinung wurde auch von Dave Masel, dem Hauptbauleiter von Turner/Devcon’s geteilt. “Die haben wirklich phantastisch gearbeitet, wenn man den sehr engen Zeitplan betrachtet und berücksichtigt, dass vier nahe beieinander liegende Baustellen gleichzeitig bedient werden mussten.”

Seit dem erfolgreichen Abschluss der Fundamentarbeiten arbeiten die CONCO-Mannschaften an Betonverfüllarbeiten, einschließlich Platten auf Metalldecks, Rückhaltewände und den in Ortbeton hergestellten Stufen zur Erreichung aller Sitzplätze. Die 68.500 Sitzplätze tragenden Ränge bestehen aus Fertigbeton. Um die Treppen der oberen “Decks” zu erreichen, haben die Mannschaften ca. 100 m Förderleitung mit Anschluss an den voll ausgestreckten Verteilermast der SCHWING S 58 SX verlegt. “Die Baustelle wird kleiner und mit wachsendem Bauwerk hat man keinen Zugang mehr zum Innenfeld,” sagt Montelongo, “Daher verlegen und verankern wir ca. 70 m Rohrleitung und fügen 30 m Schlauchleitung hinzu, um die entfernten Bereiche der Tribünen erreichen zu können.” Die Betonierarbeiten sollen im Oktober beendet sein und werden dann ca. 45.000 m³ Beton umfassen.

Nach dem “Richtfest” für die Stahlkonstruktion im Dezember 2012, werden noch 18 Monate für die Elektroinstallation, die mechanischen und sanitärtechnischen Einrichtungen und die Inspektions­arbeiten benötigt. Der Zeitplan beinhaltet ebenfalls die erforderlichen zwei Monate für den Naturgrasbewuchs des Spielfelds.

Dann kommt das, was wir hier den “Super Flush” nennen: Ganze Jugendgruppen, Freiwillige und Arbeiter betätigen abwechselnd die Spülung jeder einzelnen Toilette und jedes Urinals und drehen dann jedes Waschbecken im Stadion zwecks Simulierung der Halbzeitbedingungen für eine halbe Stunde auf, um zu sehen, ob die Sanitärtechnik das alles schafft. “Wir bearbeiten hier jeden Zentimeter, und das jeden Tag,” sagt Masel, der bei den Stadien für die Kansas City Chiefs, die Denver Broncos, und die Philadelphia Eagles in einer ähnlichen Funktion tätig war. “Dies hier ist eines der schnellsten, die ich jemals gebaut habe, und wie ich höre, ist es das sechst-schnellste, das jemals gebaut wurde.”

Dan Fink bringt es auf den Punkt: “Es ist erstaunlich, was man erreichen kann, obwohl es allen egal ist, wem der Erfolg zu verdanken ist.”