Schwing

Windkraftanlagen

SCHWING Autobetonpumpen im Einsatz bei Betonagen großvolumiger Fundamente von Windkraftanlagen

Bereits 2010 lag Deutschland auf Platz drei der weltweit installierten Windenergieleistungen. Um den eingeschlagenen Weg der Energiewende erfolgreich fortzuführen, wird man in Zukunft noch stärker auf Windkraft setzen müssen. Dabei könnten über 50 Prozent des Strombedarfs aus heimischer Onshore-Windenergie erzeugt werden. Für dieses Vorhaben wären jedoch eine Ausweitung der Vorranggebiete und größere Windturbinen erforderlich. Eine Studie des Fraunhofer Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik bescheinigt die prinzipielle Machbarkeit – so wie vom Bundesverband Windenergie angestrebt – zwei Prozent der Fläche Deutschlands für Windenergieprojekte zu erschließen.

Diese Form der regenerativen Energie erlebt seit Verabschiedung des neuen Windenergieerlasses einen neuen Boom. Bis 2020 sei geplant, den derzeitigen Stromanteil durch Windenergie von vier Prozent auf 15 Prozent anzuheben. Schon heute wird in den Bundesländern Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Brandenburg 40 bis 50 Prozent des Nettostromverbrauchs durch Windkraftanlagen erzeugt.

Die Firma ENERCON ist ein Vorreiter beim Bau von Windenergieanlagen und der Netzintegration. Dabei wird auf eine immer stärker zunehmende Nennleistung der Generatoren gesetzt, die ihrerseits höhere Nabenhöhen verlangen. So stieg die Nennleistung mit den Anlagentypen der letzten Jahre von 600 kW auf bis zu 7.500 kW und die Nabenhöhen von 45 m auf 136 m. Damit die Fundamente sämtliche statische und dynamische Lasten tragen können, mussten deren Volumina ebenfalls deutlich vergrößert werden. Für diese Hochleistungsfundamente wird heute bis zu viermal mehr Beton benötigt als noch vor zehn Jahren.

Die Fa. BEZ aus Zahna ist spezialisiert auf die Bauausführung der Fundamente für Windkraftanlagen und greift dabei auf mehr als zehn Jahre Erfahrung zurück. Stolz blickt Prokurist Rene Zachey auf die rasant gestiegene Zahl von über 1000 erstellten Fundamenten. „Die Arbeit fängt jetzt erst richtig an“, so Zachey, denn in den nördlichen Bundesländern ist man dabei die älteren Anlagen abzubrechen, um leistungsfähigere Windkraftanlagen zu installieren. Zusätzlich wird auch der Bau in den restlichen Bundesländern massiv vorangetrieben. Der Rückbau der älteren Anlagen erfolgt letztendlich durch Freisprengung der Altfundamente. Viele kleine Anlagen werden dabei sukzessive durch wenige große ersetzt.

BEZ beauftragt vornehmlich den brandenburgischen Pumpdienstleister Arno´s Betonpumpenservice GmbH, Werder-Leest, mit den Betonierarbeiten. Dabei wurden seine drei SCHWING Autobetonpumpen eingesetzt. Die jüngste Anschaffung ist eine S 39 SX, die den gestiegenen Anforderungen bei immer größeren Fundamenten Rechnung trägt. Arno’s Geschäftsführer Keller weiß ihren vierteiligen Mast im Roll-Faltsystem zu schätzen, der sich schon bei seinen kleineren SCHWING Betonpumpen in über 10 Jahren bewährt hat.

Besonders wichtig waren für ihn aber die Reichweitenvorteile, den der Ausleger der Maschine dem Betreiber bietet. Mit 34,70 m besitzt die SCHWING Autobetonpumpe S 39 SX nach europäischen Richtlinien den längsten Mast auf einem 3-Achs-Fahrgestell. Bei einer Gesamtlänge von unter 12 m und einem Gewicht von weniger als 26 t. sind keine behördlichen Ausnahmegenehmigungen erforderlich. Die innovative SX-H-Abstützung, die eine wesentlich geringere Aufstellfläche benötigt und kurze Rüstzeiten ermöglicht, bietet außerdem die Möglichkeit zum Einbau eines Langhub-Pumpaggregats.

Durch dessen Hublänge von 2,50 m wird eine Reduzierung der Umschaltungen von bis zu 23 Prozent bei gleich hohem Betonausstoß sicher gestellt. In Verbindung mit dem SCHWING-typischen Rock-Schieber bedeutet das einen geringeren Verschleiß und niedrigere Betriebskosten für den Betreiber.