Schwing

EZB

Betonbauarbeiten am zukünftigen Sitz der Europäischen Zentralbank in Frankfurt a. M. werden komplett mit Maschinen und Anlagen von SCHWING-Stetter ausgeführt.

Auf dem Gelände der ehemaligen Großmarkthalle in Frankfurt am Main entsteht bis 2014 der Neubau der Europäischen Zentralbank. Mit seiner charakteristischen Silhouette wird das EZB-Gebäude dann die Frankfurter Skyline ergänzen. Der Entwurf hierfür stammt vom Wiener Architekturbüro Coop Himmelb(l)au und ging aus einem Architekturwettbewerb im Jahr 2004 hervor.

Dieser sieht drei Hauptelemente vor: die Großmarkthalle mit neuen baulichen Strukturen im Innenraum, den Doppel-Büroturm (Hochhaus) bestehend aus zwei Türmen, die durch ein Atrium miteinander verbunden werden und das Eingangsbauwerk, das eine visuelle Verbindung zwischen den Türmen und der Großmarkthalle herstellt und gleichzeitig als Eingangsbereich im Norden des Komplexes dient.

Der Südturm wird einmal mit seinen 43 Geschossen 165 Meter, der Nordturm mit 45 Geschossen 185 Meter hoch in den Himmel der hessischen Metropole ragen. Die Gesamthöhe des Gebäudes inklusive Antennenmast wird ca. 220 Meter betragen.

Im Frühjahr 2010 begann man mit den Rohbauarbeiten, die von der Bauunternehmung Ed. Züblin AG ausgeführt werden. Der benötigte Beton wird von zwei mobilen Stetter-Mischanlagen M2,25 der Fa. Godel-Beton GmbH, Stuttgart, direkt auf der Baustelle hergestellt. Die Mischanlagen werden durch zwei Fünfkammer-Reihensilos beschickt, die die Bevorratung von großen Zuschlagmengen und fünf verschiedenen Fraktionen erlauben. Die Verwiegung und Zuführung zu den Mischern erfolgt jeweils mit einem Wiegeband und Beschicker. Durch die gegenüberliegende Aufstellung der beiden Anlagen können die Stetter-Reihensilos über eine „befahrbare Mitte“ befüllt werden. So konnten die Fahrwege des Radladers verkürzt werden, was den Personaleinsatz reduziert.

Für das Fördern des Betons sind zwei stationäre Betonpumpen SP 4800 von SCHWING zuständig, die jeweils einen der beiden Verteilermaste versorgen. Beide Betonpumpen sind mit dem regenerierbaren Rock-Schieber-Betonventil ausgestattet. Dieses ermöglicht auch das Pumpen von Stoffen mit niedriger Viskosität, da dank seines patentierten Automatikrings die permanente Anpressung des Schneidrings an die Brillenplatte – und damit die Dichtigkeit – sichergestellt ist. Ein Vorteil beim Reinigen der Förderleitung, da der verbleibende Beton mit Hilfe von Wasser zur Einbringstelle zurückgepumpt wird. Dadurch entsteht weniger Restbeton, was einen deutlichen Kostenvorteil ergeben kann.

Die Verteilung des Betons erfolgt mit zwei separaten Verteilermasten SPB 35, die wie das gesamte Rohrleitungsequipment von SCHWING geliefert wurden. Im Laufe des nächsten Jahres werden die Rohbauarbeiten abgeschlossen sein.