Schwing

Berlin-Neukölln

Neubau einer vertikalen Stetter Betonmischanlage für Heidelberger Beton GmbH in Berlin-Neukölln

„Endlich ist es soweit. Wir können unseren neuen Turm in Betrieb nehmen.  Ein hochmodernes Werk, mitten im Zentrum von Berlin. Das wird auch Zeit. Denn nach dem Rückbau unseres Standortes in Berlin-Moabit im letzten Jahr fehlte ein Werk in Berlins Mitte“, so Detlef Mensch, Prokurist der Heidelberger Beton GmbH. Er erläutert weiter, „die neue Stetter Mischanlage ergänzt mit ihrer attraktiven Lage hervorragend die bereits bestehenden vier Standorte und trägt aufgrund der besonderen technischen Ausstattung wesentlich zur Leistungsfähigkeit der Heidelberger Beton GmbH in der Region bei“.

Bei der Anlage handelt es sich um eine Stetter Vertikal-Betonmischanlage V 2.5/2.25, die nach nur viermonatiger Bauzeit im Oktober 2010 in Berlin Neukölln in Betrieb genommen wurde. Die Zuschlagbevorratung beträgt 500 m³, aufgeteilt in 8 Zuschlagkammern für eine universelle Bevorratung unterschiedlichster Zuschlagsorten. Die Zuschlagbeschickung beginnt bei einem 20 m³ fassenden, teilüberfahrbaren und überdachtem Lkw-Aufgabebunker mit Gummiauskleidung für Lärmreduzierung und gleichzeitigen Verschleißschutz. Der Vertikaltransport erfolgt über ein Gummigurt-Becherwerk mit einer Förderleistung von 250 t pro Stunde und geht weiter über ein Stich- und Rundverteilerband für eine optimale Materialbefüllung in die jeweiligen Zuschlagkammern. Die Sandkammern sind mit Luftstoßgeräten ausgestattet, die zusätzlich für störungsfreie Dosierabläufe sorgen.

Die komplette Betonmischanlage ist isolierverkleidet, der tragende Stahlbau feuerverzinkt. In der großräumig, servicefreundlich ausgelegten Waagenbühne (8,3 m x 8,3 m) sind die Bindemittel-, Wasser- und Zusatzmittelwaagen integriert, welche über 2-Wege-Verteiler in die beiden Mischer entleert werden. Mit Blick auf die Qualitätssicherung ist jedes Wiegesystem ist mit einer automatischen Kontrollverwiegung ausgestattet, die dem Bedienpersonal jederzeit erlaubt eine Ist-Kontrolle der Waagengenauigkeit durchzuführen. Über eine 3-Kammer-Waage können sechs verschiedene Zusatzmittelsorten dem Mischprozess zudosiert werden.

In der Mischerbühne befinden sich ein Stetter Tellermischer T2250 und ein Doppelwellenmischer DW 2.5 mit hydraulisch betätigten Entleerschiebern und automatischen Schmiersystemen.

Diese Kombination ist für Heidelberger Beton ein großer Pluspunkt. „Besonders flexibel sind wir durch die zwei Zwangsmischer. Der eine, ein Doppelwellenmischer, ist getrimmt auf hohe Stundenleistung, der andere ein Tellermischer ermöglicht die Herstellung von Spezialprodukten. Wenn hohe Lieferleistungen durch den Kunden gewünscht werden, können auch beide Mischer parallel betrieben werden. Das erhöht die Schlagzahl“, verdeutlicht Detlef Mensch. Beide Mischsysteme verfügen über jeweils ein Filterentlüftungssystem für die Mischerzwangsentstaubung. Diese Filtersysteme sorgen für ein bindemittelfreies Arbeitsumfeld. Gleichzeitig wird die Sicht für die integrierten Überwachungskameras im Innern verbessert. Ein nahezu geräuschloser Schraubenkompressor mit nachgeschaltetem Adsorptionstrockner rundet das Bestreben nach einem Arbeitsumfeld mit minimierten Immissionswerten ab.

Sechs Bindemittelsilos garantieren genügend Bevorratung an unterschiedlichen Sorten und damit eine hohe Flexibilität in der Produktvielfalt. Die Mischerauslauftrichter für die Fahrmischerbefüllung sind mit hochverschleißfestem und Geräusch reduzierendem Polyurethan ausgekleidet. Für Selbstabholer und Lkw-Beladung kann ein Auslaufzwischentrichter eingeschwenkt werden. Des Weiteren sind die beiden Fahrmischerdurchfahrten mit elektrischen Rolltoren versehen.

Der Winter kann kommen

Die Erwärmung der Zuschläge in den Aktivlagerkammern erfolgt über eine Warmluftheizung welche auch das Warmwasser für die Betonproduktion und die Wassertankbefüllung der Fahrmischer liefert. Mit diesem Maßnahmenpaket wurde der Forderung nach Winterbetrieb und Energieeffizienz Rechnung getragen.

„Es ist das richtige Signal und ein Vertrauensbeweis von HeidelbergCement in unsere Region. Ich bin froh, dass eine derartige Investition unter den doch allgemein bekannten schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gestemmt wurde. Für die Zukunft sind wir jetzt gut aufgestellt“, erklärt Detlef Mensch.