Schwing

Meyer Werft

Erweiterung zum größten überdachten Baudock der Welt kurz vor Fertigstellung

In Rekordtempo und mit Millionenaufwand wurde bis vor kurzem auf der Papenburger Meyer Werft das Baudock II erweitert. Das zuvor schon gewaltige 350 m lange Becken sollte um 120 m verlängert werden und ist damit das größte überdachte Baudock der Welt. Für das Betonieren der etwa 2,70 m starken Docksohle, die die Ozeanriesen tragen wird, sind gleich mehrere Autobetonpumpen von SCHWING im Einsatz gewesen.

Die Verlängerung des Baudocks wurde notwendig, um sich auch weiterhin im international stark umkämpften Kreuzfahrtmarkt erfolgreich behaupten zu können. Die Bauzeiten der einzelnen Schiffe werden durch die aktuelle Investition deutlich verkürzt, und so können zukünftig bis zu drei Luxusliner pro Jahr abgeliefert werden. Mit den Betonierarbeiten der Docksohle hatte die Arbeitsgemeinschaft Ingenieurbau Meyer Werft der Johann Bunte Bauunternehmen die Firma JWR Betonpumpenverleih GmbH aus dem nordrhein-westfälischen Borchen beauftragt.

Betoniert wurde in drei Abschnitten. Zuerst musste eine 1,5 m starke Unterwasserbetonsohle in das 14 m tiefe, 120 m lange und 45 m breite, mit Grundwasser gefüllte und durch Spundwände gesicherte Becken betoniert werden. Als Gründung dienten insgesamt 645 Rammpfähle. Über 8000 m3 Beton der Festigkeitsklasse C20/25 wurden dann, um Arbeitsfugen zu vermeiden, ohne Unterbrechung in einem Arbeitsgang eingebaut. Dabei kamen zwei SCHWING Autobetonpumpen S 42 SX im Wechselbetrieb zum Einsatz. Während die eine Maschine betankt, gesäubert und gewartet wurde, pumpte die andere 12 Stunden lang im Dauerbetrieb mit einer Leistung von durchschnittlich 100 m3/h.

Die Betonage erfolgte über eine 30 Meter lange, fest auf Pontons montierte Förderleitung. Die Pontons waren mit Stahlseilen gesichert und wurden über Winden gesteuert. Durch die „schwimmende“ Förderleitung gelangte der Beton direkt in das Kontraktorrohr. Für die Überwachung der Einbauhöhe wurde ein an der Spundwand befestigter Laser eingesetzt, der mit einem am Schwimmkörper des Kontraktorrohres oberhalb des Wasserspiegels angebrachten Empfänger verbunden war. Ein Taucher überprüfte unter Wasser ständig den Fortgang der Arbeiten und konnte bei Bedarf eingreifen. „Wir haben ohne Unterbrechungen genau 81 Stunden gepumpt“, so Rudolf Henksmeier, gemeinsam mit seinem Bruder Werner Inhaber der Firma JWR. Obwohl man auf alle Eventualitäten eingestellt war, hat es wie erwartet keine Probleme gegeben; „die beiden Betonpumpen S 42 SX haben wie ein Uhrwerk funktioniert“, Henksmeier weiter.

Nachdem die erste Schicht Beton abgebunden und das Grundwasser aus dem Becken gepumpt war, wurde die bis zu 20 cm dicke Ausgleichsschicht eingebaut. Abschließend folgte dann die eigentliche bewehrte etwa 1,2 m hohe Docksohle. Dafür standen neben einer S 42 SX auch eine Großmastpumpe S 58 SX von SCHWING zur Verfügung. In drei Abschnitten, in denen die Maschinen jeweils etwa 24 Stunden praktisch ohne Unterbrechung im Einsatz waren, wurden rund 6500 m3 Beton C30/37 eingebaut. Damit war dann die etwa 2,7 m starke Docksohle fertig und der Auftrag termingerecht erledigt.