Schwing

Lippstadt

Drei Autobetonpumpen von SCHWING im Einsatz bei Betonage einer Bahnunterführung

Teleskopierbarer Verteilermast der S 31 XT sorgt für mehr Flexibilität und erleichterte Arbeitsbedingungen für den Maschinisten

Mit Autobetonpumpen kennt sich Thomas Halbach gut aus. Schon seit 1994 ist er als Betonpumpenfahrer bei der in Borchen bei Paderborn angesiedelten JWR-Betonpumpenverleih GmbH beschäftigt. „Der Arm“, sagt er, „steht gut und macht keine Sätze“. Gemeint ist der Ausleger der S 34 X von SCHWING. Zusammen mit den anderen Autobetonpumpen S 31 XT und S 42 SX sorgt sie dafür, dass die ca. 12.000 m3 Beton für den Bau einer Eisenbahnunterführung in Lippstadt pünktlich und damit nach Plan eingebaut werden. Etwa Mitte dieses Jahres wird der Auftrag ausgeführt sein. Die gesamte Baumaßnahme soll im März 2009 beendet werden.

Weil die Bahn AG die Verbindung zwischen Dortmund und Kassel als Hochgeschwindigkeitsstrecke ausbauen will, muss unter anderem aus Sicherheitsgründen der Bahnübergang Unionstrasse in Lippstadt aufgehoben und durch eine Eisenbahnunterführung ersetzt werden. Während im Rahmen des ersten Bauabschnitts der erforderliche Brückenbau bereits im Oktober vergangenen Jahres abgeschlossen wurde, sind die beteiligten Unternehmen jetzt dabei, den etwa 200 m langen und ca. 20 m breiten unter der Eisenbahnbrücke verlaufenden Straßentrog fertig zu stellen. Aufgeteilt ist er in 12 jeweils etwa 17 Meter lange und bis zu 7 m hohe Blöcke, deren Wände einseitig geschalt werden. Viel Arbeit also für die Betonpumpen von SCHWING. Insgesamt fünf Monate wird es dauern bis die 12 000 m3 Beton eingebaut sind. Ausgeführt werden die Betonagen von der JWR-Betonpumpenverleih GmbH. Dort setzt man, wie Geschäftsführer Rudolf Henksmeier sagt, „ganz auf die Produkte der Premiumhersteller von Betonbaumaschinen“. Neben acht SCHWING Autobetonpumpen zählt der Fuhrpark auch 27 Fahrmischer von Stetter.

Da bei laufendem Betrieb auch im unmittelbaren Gleisbereich betoniert wird, ist eine exakte Steuerung der Verteilermasten unerlässlich. Die feinfühlige Hydraulik, gepaart mit großen Winkelbereichen und einer eng an den Masten anliegenden Rohrleitung sorgen bei den eingesetzten SCHWING Betonpumpen für ein Optimum an Flexibilität. Das weiß auch Betonpumpenfahrer Halbach zu schätzen. Die S 34 X hält er für eine „ausgezeichnete Allround-Maschine auf die Verlass ist“. Ausgestattet mit der Pumpenbatterie P 2023 bringt sie es auf eine maximale Leistung von 164 m3/h.

Bei Betonierarbeiten im unmittelbaren Gleisbereich sind jedoch vor allem die  Fähigkeiten der S 31 XT gefragt, deren Ausleger auch während des Betonierens stufenlos um mehr als 4,60 m teleskopiert werden kann. Das vergrößert nicht nur den horizontalen Arbeitsbereich um durchschnittlich mehr als 50 Prozent und erleichtert die Arbeit des Maschinisten durch einen konstant bleibenden Abstand zwischen Endschlauch und Bodenplatte; auch die Gelenkpunkte des Mastes lassen sich optimal positionieren. Und dass, weiß Halbach, „bringt erheblich mehr Reichweite“. Denn da, wo konventionelle Maschinen trotz eines längeren Auslegers an ihre Grenzen stoßen weil sich Gebäudekanten und Mastgelenke nicht auf einer Höhe befinden, kann der Mast so ausgefahren werden, dass seine maximale Reichweite genutzt werden kann. Überdies kann die S 31 XT durch einen Hubwinkel des Grundgelenks von 104° ca. 2 m näher am Gebäude aufgestellt werden als vergleichbare Maschinen in dieser Klasse. Ausgerüstet mit einem Drehkranz, der in der Lage ist einen Schwenkbereich von 550° zu bestreichen, kann der Mast von der Transport- in die Arbeitsposition wechseln, ohne einen „verbotenen Bereich“ zu überfahren. Selbst dann nicht, wenn der Pumpenfahrer den Ausleger aufgrund von Hindernissen oder Bauwerkskanten mit 14° „überzieht“.

Doch nicht nur das Arbeiten im Gleisbereich, auch die anspruchsvolle Wandgeometrie des Straßentroges ist für Mensch und Maschine eine Herausforderung. Da als Übergangsbögen in die Kurven für den Straßenverkehr zwei Klothoiden gebaut werden, müssen komplizierte Trassierungselemente realisiert werden. Außerdem sind 1,5 m starke Sohlplatten mit aufwendigen Fugenbänderkonstruktionen und das Fundament für zwei 150 m lange Lärmschutzwände zu betonieren. Hinzu kommen 300 Bohrpfähle mit einem Durchmesser von jeweils 120 cm. Erschwert werden die Arbeiten durch das Grundwasser. An seiner tiefsten Stelle liegt der Trog immerhin 5 Meter darunter und das, weiß Bauleiter Michael Storat von der Heinrich Klostermann GmbH & Co. KG mit Sitz in Hamm, „macht das Projekt nicht einfacher“.