Schwing

Las Vegas

Hotelneubau in Las Vegas unter Einsatz modernster Betonbautechnik

Das legendäre Fontainebleau in Miami schreibt seit über 50 Jahren Hotelgeschichte. An diese Tradition soll das zweite Fontainebleau, das zurzeit in Las Vegas entsteht, anknüpfen. Sowohl die Dimension als auch der enge Zeitplan dieses Neubaus stellen höchste Anforderungen an die Betonbauer.

Bei dem Fontainebleau Las Vegas – geplante Eröffnung Ende 2009 – handelt es sich um eine 63-stöckige Luxushotelanlage mit Casino. Es entsteht auf einem ca. 100.000 m² großen Gelände am nördlichen Ende des Las Vegas Strip am Riviera Drive. Der komplette Betonbau wird von Colasanti Specialty Services, einem der führenden Spezialisten für Betonbau in den USA, realisiert.

Zur Erstellung der Betonfundamente und der neun Aufzugsschächte setzt Colasanti zwei SCHWING Autobetonpumpen ein. Beide Maschinen – eine S 47 SX und eine S 61 SX – verfügen über die Bogenabstützung, durch die die Maschinen näher an der Einbringstelle aufgestellt werden können. „Auf dieser Baustelle sind die einteiligen vorderen Abstützungen dieser Pumpen besonders praktisch, da sie sich beim Ausfahren aufgrund ihrer bogenförmigen Bauweise um Hindernisse herum positionieren können“, sagt William Bock, der stellvertretende Projektleiter von Colasanti. „Diese Maschinen lassen sich schnell aufstellen, erledigen die Betonagen zuverlässig und werden dann zügig in andere Bereiche des Projekts umgesetzt.“

Der andere Colasanti-Bauleiter Paul Eberhard hob die Besonderheiten der Betone rund um Las Vegas hervor: „Die Betonmischungen hier besitzen äußerst abrasive Eigenschaften da sie aus gebrochenem Granit bestehen. Für die Decken wird C30/37, für die vertikalen Bauteile C70/85 Beton verbaut, der von den Pumpen problemlos gefördert wird.“ Die beiden SCHWING Maschinen sind mit Langhub-Pumpenbatterien und sehr verschleißarmen Rockschiebern ausgestattet, die auch für extremste Mischungen bestens geeignet sind, denn je geringer der Verschleiß, desto niedriger die Betriebskosten pro Kubikmeter.

Nach dem Betonieren der 72 Bohrpfähle und der 6.000 m³ für das Fundament, begannen die Pumpen mit den Arbeiten an den Zwischendecken der U-förmigen Hochhauskonstruktion.

Ab der achten Etage setzte Colasanti vier der neuesten achteckigen Rohrsäulen von SCHWING ein, die sich aus jeweils 6 Meter langen Teilstücken schnell zusammenschrauben lassen. Diese wurden strategisch so platziert, dass der gesamte Deckenbereich von den separaten Verteilermasten mit einer horizontalen Reichweite von 35 m erreicht werden konnte.

Die für dieses Projekt ausgewählten Verteilermasten von SCHWING haben mit 5.850 kg das zurzeit beste Gewichts-/Reichweitenverhältnis. Der Mast kann unabhängig von seinem Antrieb von einem Turmdrehkran aufgenommen und somit äußerst zügig umgesetzt werden. Da nur vier Bolzen und neun mit Schnellkupplungen ausgestattete Hydraulikleitungen zu lösen sind, kann das Umsetzen je nach Geschicklichkeit der Kranführer in weniger als 25 Minuten erfolgen.

„Das Gebäude ist in Quadranten unterteilt und die Masten tragen die Bezeichnungen A,B,C und D,“ erklärt Bock. „Wir bewegen uns abschnittweise entlang der Zwischendecke. So ist stets ein Mast im Einsatz. Wenn einer der Masten mit dem Betonieren des Quadranten ‚A‘ fertig ist, arbeitet der nächste Mast in ‚B‘ weiter. Während ‚B‘ betoniert wird, wird der andere Mast nach ‚C‘ umgesetzt.“

Die Verteilermasten wachsen mit dem Gebäude. Da sie mit der Klettervorrichtung in jeweils 60-cm Schritten angehoben werden können, kann die Höhe des Mastes oberhalb der Zwischendecke so gewählt werden, dass sich die maximale Reichweite des Mastes ergibt.

Zur Versorgung der separaten Verteilermasten hat Colasanti zwei stationäre Betonpumpen SP 8800 von SCHWING eingesetzt. Innerhalb des Gebäudes wird eine bis zu 52 m lange horizontale Förderleitung verlegt. Jede Pumpe versorgt zwei Masten über einen Verteiler hinter dem Abgang der Pumpe.

Mit einer Geschwindigkeit von fünf Tagen pro Decke wächst das Gebäude in den Himmel, wobei jede Etage eine Fläche von 4.800 m² besitzt.

Parallel zu den Arbeiten am Hochhaus betonierte Colasanti auch das zum Hotelkomplex gehörende Parkhaus, das in Stahlskelettbauweise errichtet wurde. Für die Betonage des 12-geschossigen Parkhauses mit über 130.000 m² Parkfläche wurde eine SCHWING Autobetonpumpe S 61 SX eingesetzt. Bei diesem Einsatz machte sich ihre enorme Reichhöhe und Reichweite voll bezahlt, da sie selbst in den oberen Parkdecks noch tief eintauchen konnte. Ihre hohe Förderleistung von bis zu 163 m³/h sorgte beim Einbau der über 31.000 m³ Beton für einen zügigen Baufortschritt.