Schwing

Kocherquartier

Große Betonmengen störungsfrei und energieeffizient mit mehreren SCHWING Betonpumpen gefördert und eingebracht

160 Jahre prägte das Gefängnis am Froschgraben das Stadtbild von Schwäbisch Hall. Bereits in den 60er Jahren kaufte die im Nordosten Baden-Württembergs gelegene Stadt das Gelände des historischen, im Volksmund „Kocherhotel“ genannten, Gefängnisses und versuchte es in einen neuen und modernen Stadtkern umzufunktionieren. Als Ende der 90er Jahre dann die JVA geschlossen wurde, war der Weg frei für eine neue städtische Nutzung. In einem großen Planungswettbewerb sollte die sinnvollste Bebauung für diese geschichtsträchtige Stelle gefunden werden. Die alten Gebäude des Gefängnisses wollte man dabei unbedingt bewahren und in das Projekt integrieren. Die alten Gebäude des Gefängnisses wollte man dabei unbedingt bewahren und in das Projekt integrieren. Um eine Gruppe von Bauträgern mit der GWG und den Stadtwerken Schwäbisch Hall sowie den VR Bank Schwäbisch Hall-Crailsheim entstand das Konzept des neuen Kocherquartiers. Dabei sollte ein Stadtzentrum mit Handel, Dienstleitungen und Wohnraum entstehen, das sich harmonisch in das Innenstadtbild einfügt. Gleichzeitig sollte die historische Bausubstanz entlang der Salinenstraße erhalten und sorgfältig saniert werden. Verkehrstechnisch sensibel liegt die 200 X 80 m große Baustelle eingekesselt unterhalb der historischen Altstadt zwischen der ehemaligen JVA und einem zentralen Busbahnhof, und stellt somit hohe Anforderungen an die Baustellenlogistik.

Die Bodenplatte von bis zu zwei Metern Stärke wird in insgesamt zehn Abschnitten mit jeweils ca. 2000 m³ Beton der Güteklasse C35/45 mit 260 kg Zement, einem WZ-Wert von 0,43 und einem Größtkorn von 32 mm eingebaut. Geliefert wird der Beton vornehmlich durch Stetter Fahrmischer der Firmen Kocher Jagst GmbH und TBG Transportbeton GmbH & Co. KG Hohenlohe. Wobei auch hier die Herausforderung darin besteht, sich den sehr engen Platzverhältnissen auf der Baustelle anzupassen und den Ablauf des städtischen Verkehrs nicht zu behindern.

Für das Einbringen des Betons werden von der Fa. Kocher Jagst ausschließlich SCHWING Autobetonpumpen eingesetzt. Dabei handelt es sich um die auf 3-Achs-Fahrgestellen aufgebauten S 34 X, S 36 SX und S 39 SX. Die Anfang 2009 an Kocher Jagst gelieferte S 36 SX mit ihrem multifunktionalen RZ-gefalteten Mast und dem großen Pumpaggregat kann auf dieser Baustelle ihre Stärken besonders gut ausspielen. So musste bei einem Betonierabschnitt die Pumpe so aufgebaut werden, dass die ersten drei Teilstücke des Masts über dem Fahrweg verliefen, der Flieger trotzdem fast ebenerdig in das Gebäude der ehemaligen JVA eintauchte konnte. Solche Stellungen ist ausschließlich mit einem Mast in RZ-Faltung möglich, bei dem das letzte Teilstück über einen Gelenkswinkel von 270° verfügt.

Die Maschine pumpte dort in die S 34 X, die nur zur Verteilung des Betons auf der Decke eingesetzt wurde. In dieser Stellung förderte die S 36 SX insgesamt ca. 800 m³ in zehn Stunden und benötigte dabei nur ca. 210 l Diesel; ein weiterer Beleg für die Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit von SCHWING Betonpumpen.

Diesen geringen Dieselverbrauch erreichen SCHWING Maschinen unter anderem durch den offenen Hydraulikkreislauf. Die wesentlichen Hydraulikkomponenten wie Steuerblöcke und Ventile entstehen bei SCHWING in Eigenfertigung und sind somit hinsichtlich ihrer Strömungsquerschnitte für den Einsatz in Betonpumpen optimal dimensioniert. Zusätzlich sorgt die lange Reduzierstrecke der Förderleitung nach dem Rock-Schieber-System für vergleichsweise geringe Druckverluste. So fördert das System selbst schwer pumpbare Betone sicher und energieeffizient.

Ein weiterer Vorteil des Rock-Schiebers ist der abnutzungsarme und wartungsfreundliche Aufbau, der durch die Verwendung von nur wenigen Verschleiß- und Dichtteilen eine hohe Betriebssicherheit gewährleistet. Dies bestätigt auch Herr Weiss, Oberbauleiter von der beauftragten Bauunternehmung Leonhard Weiss GmbH, der die Zuverlässigkeit der SCHWING Betonpumpen herausstellt: „Bei keinem Einsatz – und wir haben bald 25.000 m³ eingebaut – gab es auch nur die geringste Störung.“

Bei allen Betonagen im Einsatz war auch die S 39 SX. Diese Maschine verfügt mit 39 m Reichhöhe über den längsten Mast der auf einem 3-Achs-Fahrgestell und unter 26 t aufgebaut werden kann. Die S 39 SX ist natürlich auch mit der innovativen SX-H-Abstützung ausgestattet und kann dadurch nicht nur schnell gerüstet, sondern vor allem in der engen Baugrube sehr platzsparend eingesetzt werden. Das Pumpaggregat, das kraftvolle „Herz“ der S 39 SX, ist mit einer Hublänge von 2.500 mm sehr laufruhig und vor allem sparsam im Betrieb. Durch diese Langhubbatterie werden Umschaltvorgänge eingespart, was zu einer weiteren direkten Senkung der Verschleiß- und Dieselkosten führt.

Mit dem Erreichen der Hochbauphase kommen immer mehr kleine Pumpen mit Schlauchleitungen zum Einsatz. Auch hierbei setzt Kocher Jagst auf eine SCHWING Pumpe. Die S 24 X ist mit ihrem gedämpftem Pumpaggregat und einer sehr kleinen Aufstellfläche genau für Einsätze dieser Art prädestiniert. Rohrleitungslängen bis zu 300 m sind je nach Betonsorte kein Problem. Die Fertigstellung und Eröffnung des neuen Kocherquartiers wird im Frühjahr 2010 erfolgen.